Gute Vorsätze fürs Neue Jahr?

Einer der beliebtesten Guten Vorsätze: Gesünder essen und abnehmen…

Haben Sie sich auch schon mal Silvester einen Vorsatz für das neue Jahr gefasst und sind mit der Umsetzung früher oder später gescheitert? Seien Sie nicht zu enttäuscht, Sie sind in guter Gesellschaft: Das geht den meisten Menschen so.
Wie es einige der Blog-Redakteurinnen und Redakteure mit dem Thema „Gute Vorsätze“ halten, erfahren sie hier:


Irgendwie ist es schon erstaunlich, da läuten die Glocken, Feuerwerkskörper explodieren am Himmel, Gläser klingen und wir Menschen haben nichts Besseres zu tun, als genau in dieser Situation Vorsätze zu fassen, die einen starken Einfluss auf unser Leben haben: Nicht mehr rauchen, weniger trinken, abnehmen, mehr Sport treiben. Und wir glauben in der ersten Euphorie des neuen Jahres: Ja, das klappt, das schaff ich und diesmal halte ich durch. Und dann? Der Alltag hat uns wieder, das Wetter ist schlecht, die Laune auch und Zeit haben wir sowieso nicht. Es wird eh viel zu viel geraucht, getrunken, gegessen und Sport ist Mord, zumindest für Otto-Normal-Couchpotato. Warum sollen gerade wir da verzichten? Vorsätze hin oder her.

Also alles wie gehabt. Plus schlechtem Gewissen natürlich, denn eigentlich hatten wir uns doch fest vorgenommen dass es jetzt endlich klappt mit dem Nichtrauchen, weniger essen, mehr Sport. Sein Sie nicht traurig. Scheitern gehört einfach dazu. Das ist auch gar nicht so schlimm, denn der nächste 31. Dezember kommt bestimmt.

Isabel Achilles


Normalerweise halte ich persönlich nicht so viel von guten Vorsätzen für das neue Jahr. Bei diesem Jahreswechsel ist es jedoch etwas anders. Da ich im Mai 2017 meinen ersten Marathon laufen möchte, werde ich in 2017 tatsächlich mit einem Vorsatz starten, nämlich die notwendige Disziplin in der Vorbereitung aufzubringen, um tatsächlich meine ersten 42 Kilometer zu schaffen. Denn mit dem Marathon wird ein vor zwei Jahren gefasster Entschluss Wirklichkeit.

Benjamin Zimmermann


Guten Vorsätze  fürs neue Jahr – schwieriges Thema…  Mal Hand aufs Herz, wer von uns hat schon einmal einen guten Vorsatz auch wirklich umgesetzt? Spätestens im Februar war es doch schon wieder vorbei mit „ich will abnehmen, mehr Sport treiben, weniger Schokolade essen, nicht mehr rauchen oder mir mehr Zeit für meine Familie nehmen“. Ich denke, es gelingt uns deshalb nicht, weil die guten Vorsätze viel zu wischiwaschi formuliert sind und wir immer gute Argumente (oder wohl eher Ausreden) finden, etwas nicht zu tun. Wenn ich wirklich etwas erreichen oder verändern möchte, dann brauche ich dafür nicht zu warten bis zum 1.1. eines Jahres und damit brauche ich auch keine guten Vorsätze.

Weniger ist mehr: Statt vielen großen Zielen lieber wenige ganz konkrete Vorsätze …

Grundsätzlich finde ich es nicht so schlecht, wenn man sich immer wieder – ein ums andere Jahr – gute Vorsätze fasst. Ist so ein bisschen das alljährliche Mantra, mit dem man wieder so einen persönliche Neubeginn für das Jahr formuliert. Aber man sollte diese Vorsätze greifbarer und konkreter gestalten, dann sind sie besser umsetzbar. Das habe ich auf einer Fortbildung gelernt. Also, wenn man etwas wirklich in seinem Leben verändern will, wie zum Beispiel das Köpergewicht, das sich meistens nach den Feiertagen eher an der gerade noch zulässigen Oberkante der eigenen Auffassung befindet, so sollte der Gewichtsverlust in kleinen überschaubaren Schritten geplant werden: Formulierungen wie beispielsweise: „In den nächsten zwei Monaten möchte ich mein Gewicht um zwei Kilo  reduzieren und richte dafür einen Nachmittag mit Walken oder einem Fitnesskurs ein. Außerdem esse ich als Nachtisch nur frisches Obst“ helfen da viel besser als so generelle Floskeln.

Je häufiger man das wiederholt, umso eher kriegt man das auch gebacken. Da ist der erste Tag im neuen Jahr nicht das schlechteste Datum, um damit anzufangen.

Susanne Mentz


Mein Vorsatz fürs Neue Jahr: Weniger Chips und im Herbst die richtige Wahl treffen.

Jens Mutter


Jedes Jahr nimmt man sich mindestens einen oder gleich mehrere Vorsätze vor, nur wie oft kommt es dann vor, dass schnell irgendetwas dazwischen kommt. Komischerweise passiert das immer wieder. Schnell sind für das Scheitern der Vorsätze gute und einleuchtende Gründe gefunden. Die Erfahrung durfte ich auch schon machen.

Woran liegt das bloss? Meines Erachtens scheitern wir doch oft daran, weil unsere Vorsätze schlicht zu groß gefasst sind beziehungsweise wir uns nicht im Klaren sind, dass es für die Realisierung sehr viel mehr braucht, als einen schlicht formulierter Vorsatz.

Ein Zitat aus dem Buch „Keine Gnade für die Wade“ von Achim Achilles finde ich hier sehr passend: „Statt auch im siebten Jahr nacheinander am Marathon in neuer Bestzeit zu scheitern, sollte man sich zwei Halbmarathons in Normalzeit vornehmen, dazu so was wie »höchstens drei Bier pro Abend«. Dann wäre man nicht nach drei, vier Tagen gescheitert und könnte dennoch besten Gewissens picheln.“

Soviel zu den guten Vorsätzen – meine sind gefasst und schon fest eingeplant 🙂

Ulf Schmidt


Konkrete gute Vorsätze nehme ich mir eigentlich nie vor. Allerdings nutze ich die Zeit um Weihnachten um Neujahr ganz gerne, um mal ein bisschen grundsätzlicher über mein Leben nachzudenken und zu überlegen, mit was ich zufrieden bin, mit was weniger zufrieden und was ich gerne ändern würde.

Schließlich hat man in dieser Zeit immer mindestens ein paar Tage frei, und sobald der Stress der Weihnachtsvorbereitungen erst einmal vorbei ist, nutze ich die Gelegenheit, bei einem Winterspaziergang oder einem gemütlichen Morgen im Bett mal über Grundsätzliches zu reflektieren. Gerade wenn man sich dafür auch mal unterm Jahr Zeit nimmt, denke ich schon, dass das auch ohne konkrete Vorsätze Auswirkungen hat: Die Gedanken und Überlegungen wirken im Unterbewussten weiter und führen so über kurz oder lang doch zu der ein oder anderen Veränderung.

Franziska Wendlandt


Von Vorsätzen wie „mehr Sport treiben“ und „weniger Süßigkeiten essen“ halte ich nicht viel. Das liegt wohl daran, dass ich es jahrelang versucht habe und an meiner Schokoladensucht gescheitert bin :).
Vielmehr ist es mir wichtig zum Jahreswechsel das vergangene Jahr revue passieren  zu lassen. Sowohl beruflich als auch privat stelle ich mir die Frage wie zufrieden ich war und
überlege, was mich im neuen Jahr erwarten wird.

Tatjana Schultheiß


Zum neuen Jahr gibt es bei mir keine neuen „guten Vorsätze“. Grund dafür ist nicht, dass man diese wieder schnell verwirft, sondern weil ich nicht einen festen Tag zur Formulierung meiner Vorsätze benötige.
Ich lege meine Vorsätze über das ganze Jahr verteilt fest und gebe mir dafür eine eigene Frist. Damit fahre ich sehr gut und behalte somit meine Ziele immer im Auge. Außerdem fühle ich mich flexibler und kann mich schnell an die Umwelt anpassen und fühle mich nicht schlecht, wenn ich mein Ziel nicht erreiche.

Dennoch finde ich eigene Vorsätze sehr wichtig. Zumeist entsprechen die Vorsätze den Wünschen und Träumen eines Menschen und helfen somit dem Alltag zu entrinnen und das Leben neu zu sortieren. Aufgrund vieler Verletzungen musste ich mich beim Sport die letzten Jahre zurücknehmen. Daher ist nun mein Ziel, meine Fitness bis zu meinem 25. Geburtstag deutlich zu erhöhen und ich bin bereits auf dem besten Weg.
Vorsätze finde ich somit sehr wichtig, jedoch nicht speziell zum neuen Jahr.

Sebastian Hinderhofer

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